Predigttexte
für die nächsten Tage
7Du hast mich verführt, Gott, und ich ließ mich verführen. Du hast mich gepackt und überwältigt. Jeden Tag werde ich zum Gespött, alle verlachen mich. 8Ach, sooft ich rede, muss ich rufen, muss ich schreien: Gewalt und Misshandlung. Ja, das °Wort Gottes wurde mir täglich zu Spott und Hohn. 9Dachte ich aber: Ich will nicht mehr an Gott denken und nicht mehr im Namen Gottes reden, dann brannte es in meinem °Herzen wie Feuer, es erfüllte mein Inneres ganz. Ich versuchte, dies auszuhalten, ich vermochte es aber nicht. 10Ach, ich hörte das Gerede von Vielen: Grauen ringsum! Verklagt ihn! Wir wollen ihn verklagen! Selbst alle Menschen, die in °Frieden mit mir verbunden sind, warten gespannt auf meinen Sturz. Vielleicht lässt er sich verführen, dann können wir ihn überwältigen und uns an ihm °rächen. 11Aber Gott steht mir wie ein starker, kraftvoller Mann bei. Deshalb werden die, die mich verfolgen, straucheln und nichts erreichen. Gedemütigt werden sie zutiefst, denn sie bleiben ohne Erfolg – eine immerwährende und unvergessliche Schmach. 12Gott der Gewalten prüft die °Gerechten, schaut °Herz und Nieren an. So werde ich deine °ausgleichende Gerechtigkeit an ihnen erleben, denn dir habe ich meine Sache anvertraut. 13Singt Gott, preist Gott! Denn Gott hat das Leben eines °armen Menschen aus der Hand derer gerettet, die Böses tun.
57Als er mit seinen Jüngerinnen und Jüngern unterwegs war, sprach ihn jemand an und sagte: »Ich will dir folgen, wohin auch immer du gehst.« 58Da antwortete Jesus: »Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber °wir haben keinen Ort, an dem wir uns ausruhen können.«
59Zu einem anderen sagte er: »Folge mir!« Der aber antwortete: »Erlaube mir, dass ich zuerst noch einmal weggehe, um meinen °Vater zu begraben.« 60Er aber sagte zu ihm: »Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber mach dich auf und verkünde das °Reich Gottes.«
61Wieder jemand sagte: »Ich will dir nachfolgen, °Herr. Aber zuerst erlaube mir, von denen in meinem Haus Abschied zu nehmen.« 62Jesus aber sagte: »Wer die Hand an den Pflug legt und nach hinten blickt, ist nicht geeignet für die °Königsmacht Gottes.«
1Seid also solche, die Gott als geliebte Kinder nachahmen, 2und lebt in Liebe, wie auch der °Christus uns geliebt hat und sich selbst für uns gegeben hat als Gabe und °Opfer für Gott zum angenehmen Opferduft.
3Sexuelle Verletzung(802) aber und jede °Unreinheit oder Geldgier soll bei euch keinen Namen haben, so wie es °Heiligen entspricht, 4noch üble Nachrede, leichtfertige Worte oder Stichelei. Das alles gehört sich nicht, sondern vielmehr Dankbarkeit. 5Denn dies sollt ihr wissen, dass keine Person, die sexuell verletzend, unrein oder geldgierig – das bedeutet Götzendienst – ist, ein Erbteil im °Reich des Gesalbten und Gottes hat. 6Niemand betrüge euch mit leeren °Worten. Denn deswegen kommt der Zorn Gottes über die °Kinder des Ungehorsams. 7Also macht euch nicht mit ihnen gemein.
8Einst nämlich wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht bei °dem, der über uns Herr ist. Lebt als Kinder des Lichts. 9Denn die Frucht des Lichts besteht in lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.
1Ahab erzählte Isebel alles, was Elija getan hatte, alles, auch wie er alle Prophetinnen und Propheten mit dem Schwert getötet hatte. 2Da schickte Isebel einen °Boten zu Elija: »So sollen mir die °Gottheiten tun und so sollen sie hinzufügen, ja, morgen um diese Zeit mache ich dein °Leben dem Leben eines von ihnen gleich.« 3Da bekam Elija es mit der Angst zu tun. Er machte sich auf und lief um sein Leben. So kam er nach Beërscheba in Juda; dort ließ er seinen Gehilfen zurück. 4Er selbst ging einen Tagesmarsch weit in die Wüste. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wollte nur noch sterben. Er sagte: »Es ist nun genug, Ewige, nimm mein °Leben, denn ich bin nicht besser als meine Vorfahren!« 5Er legte sich nieder und schlief unter einem Ginsterstrauch ein. Doch plötzlich berührte ihn eine °Botschaft: »Steh auf, iss!« 6Da blickte er auf, und wirklich, neben seinem Kopf lag auf glühenden Steinen gebackenes Brot, dazu ein Krug Wasser. Er aß und trank, drehte sich um und legte sich wieder hin. 7Da kam die °Botschaft der Ewigen zum zweiten Mal und berührte ihn: »Steh auf, iss, denn der Weg, der vor dir liegt, ist weit!« 8Und er stand auf, aß und trank und ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte bis zum Gottesberg, dem Horeb. 9Dort betrat er eine Höhle und übernachtete darin. Da erging das Wort der Ewigen an ihn; sie sagt zu ihm: »Was machst du hier, Elija?« 10Er sagte: »Ich bin wirklich eifrig für die Ewige, die Gottheit, mächtig über die Heere, eingetreten, denn die Kinder Israels haben deinen °Bund verlassen, deine Altäre haben sie eingerissen und deine Prophetinnen und Propheten mit dem Schwert getötet. Ich allein bin übrig geblieben – nur ich – und nun versuchen sie, auch mein Leben zu nehmen.« 11Und sie sagte: »Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor das Angesicht der Ewigen, denn die Ewige wird vorüberziehen!« Und es kam ein großer und starker °Wind im Angesicht der Ewigen auf, der Berge abriss und Felsen zerschmetterte – doch im Wind war die Ewige nicht. Und dem Wind folgte ein Beben – doch im Beben war die Ewige nicht. 12Und dem Beben folgte Feuer – doch im Feuer war die Ewige nicht. Dem Feuer folgte das Geräusch eines leisen Wehens. 13Und als Elija dieses hörte, da verhüllte er mit seinem Mantel sein Gesicht, ging hinaus und stellte sich in den Eingang der Höhle. Da sagte eine Stimme zu ihm: »Was machst du hier, Elija?«
47Er sprach noch, da, seht, eine Schar Menschen war da und derjenige, der Judas hieß, einer der °Zwölf, ging ihnen voran. Er näherte sich Jesus, um ihn zu küssen. 48Jesus aber sprach zu ihm: »Judas, mit einem Kuss lieferst du °mich aus?« 49Als aber die um ihn herum sahen, was bevorstand, sagten sie: »°Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?« 50Und einer von ihnen schlug nach dem °Sklaven des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. 51Da antwortete Jesus und sprach: »Lasst es damit genug sein!« Und er berührte das Ohr und heilte ihn. 52Jesus sagte aber zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Ältesten, die zu ihm herangekommen waren: »Ihr seid ausgezogen mit Schwertern und Stöcken wie gegen einen Aufständischen. 53Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr nicht Hand an mich gelegt. Aber dies ist eure Stunde, und es herrscht die Finsternis.«
13Seid also bereit! Mit wachem Verstand und ohne Illusionen sollt ihr eure Hoffnung vollständig auf Gottes °Zuwendung setzen, die ihr erfahren habt, als Jesus, der °Gesalbte, offenbar geworden ist. 14Wie Kinder, die Vater und Mutter gehorchen, sollt ihr euren Lebenswandel nicht mehr gierig an den Reizen orientieren, welche die Umwelt euch bietet. Das würde eurem früheren Leben entsprechen, als ihr Gott nicht gekannt habt. 15Ihr sollt vielmehr dem Heiligen entsprechen, das euch ruft, und in eurer ganzen Lebensweise selbst Heilige werden.
16Daher steht geschrieben: Ihr werdet Heilige sein, weil ich heilig bin. 17Und wenn ihr diese heilige Macht, die jeden Menschen nach seinem oder ihrem Tun beurteilt ohne Ansehen der Person, wenn ihr sie ›Vater‹ oder ›Mutter‹ nennt, dann durchlebt eure Zeit in der Fremde so, dass ihr euch vor ihr °fürchtet wie vor dem Vater oder der Mutter. 18Denn ihr wisst, dass ihr von eurer inhaltslosen Lebensorientierung, die eure Vorväter und Vormütter euch mitgegeben haben, befreit worden seid! Aber ihr seid nicht mit Silber oder Gold losgekauft, 19sondern mit Blut, das kostbar ist.
Wie ein Lamm ohne Fehler, nichts gibt es daran auszusetzen: °Christus.
20Ausersehen schon vor der Gründung der Welt,
offenbart in den letzten Zeiten um euretwillen,
21die ihr um seinetwillen auf Gott °vertraut.
Denn Gott hat ihn von den Toten °aufgeweckt und ihm göttlichen °Glanz verliehen. Deshalb richtet ihr euer Vertrauen und eure Hoffnung auf Gott.
47°Amen, amen, ich sage euch: Alle, die an mich glauben, haben °ewiges Leben. 48Ich bin das Brot des Lebens. 49Eure °Eltern haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. 50Dies ist das Brot, das vom Himmel herabsteigt, damit alle von ihm essen und so nicht mehr sterben. 51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgestiegen ist; alle, die von diesem Brot essen, werden ewig leben.
Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein °Körper für das Leben der Welt.«
10Freut euch mit Jerusalem und jauchzt alle, die ihr sie liebt!
Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr um sie trauert!
11Weil ihr saugen dürft und euch sättigen an den Brüsten ihres Trostes,
weil ihr schlürfen dürft und euch erquicken an den Brüsten ihres °Glanzes. 12Denn so spricht Gott: Ich breite bei ihr °Frieden aus wie einen Strom und wie einen überschäumenden Bach den °Reichtum der °fremden Völker.
Ihre Säuglinge sollen auf der Hüfte getragen und auf den Knien geschaukelt werden.
13Wie eine Mutter tröstet,
so will ich euch trösten, und an Jerusalem sollt ihr getröstet sein.
14Ihr werdet es sehen und euer °Herz wird sich freuen, und eure Knochen sollen sprossen wie junges Gras.
Die Hand Gottes ist wahrnehmbar an denen, die im °Dienst Gottes stehen, aber Fluch denen, die Gott feindlich sind.
20Es gab auch einige griechischsprachige Menschen unter denen, die hinaufgingen, um beim Fest anzubeten. 21Diese nun gingen zu Philippus – dem aus Betsaida in Galiläa – und fragten ihn und sagten: »°Herr, wir wollen Jesus sehen!« 22Philippus ging und sagte es Andreas; Andreas und Philippus gingen und sagten es Jesus. 23Jesus antwortete ihnen und sagte: »Die Zeit ist gekommen, dass der °göttliche Glanz des °erwählten Menschen gezeigt werde. 24°Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn, das in die Erde fällt, nicht stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, trägt es viel Frucht.
3Gesegnet sei Gott, °wie Vater und Mutter für Jesus, den Messias und °Herrn über uns! Gesegnet sei Gott, die °väterliche Quelle des Erbarmens und aller Tröstung! 4Gott tröstet uns in jeder bedrängten Lage, so dass wir andere, die auf so viele Weisen bedrängt sind, trösten können mit dem Trost, mit dem wir selbst von Gott getröstet werden. 5Denn so wie die Leidenserfahrungen des °Messias über die Maßen über uns hereinbrechen, so werden wir durch den Messias auch über die Maßen getröstet. 6Wenn wir in Gefahr sind, führt das zu Trost und °Rettung auch für euch. Wenn wir getröstet werden, erfahrt auch ihr Trost. Dieser zeigt seine Macht, wenn ihr dasselbe erleidet, was wir erleiden, ohne daran zu zerbrechen. 7Und unsere Hoffnung steht für euch auf festem Grund, weil wir wissen: Wie ihr das Leiden teilt, so teilt ihr auch die Tröstung.
7Eine kleine Weile habe ich dich verlassen,
aber mit tiefer Liebe will ich dich sammeln.
8Im Augenblick des Zorns habe ich mein Gesicht eine Weile vor dir verborgen, doch mit °unaufhörlicher °Treue liebe ich dich,
spricht Gott, deine Befreiung.
9Wie bei der Noachflut ist das für mich, als ich geschworen habe:
»Nie mehr sollen die Wasser Noachs die Erde überfluten!«
So habe ich geschworen, nie mehr über dich in Zorn zu geraten und dich zu bedrohen.
10Denn Berge mögen wohl weichen und Hügel wanken,
aber meine °Treue wird nicht von dir weichen und mein °°Friedensbund nicht wanken, spricht Gott voll tiefer Liebe.
54Nachdem sie ihn ergriffen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne. 55Als sie im Hof ein Feuer angezündet und sich zueinander gesetzt hatten, setzte sich Petrus mitten unter sie. 56Da sah ihn eine Sklavin beim Feuer sitzen, blickte ihn an und sagte: »Auch dieser war mit ihm.« 57Er aber leugnete und sagte: »Frau, ich kenne ihn nicht.« 58Und kurz nachher sah ihn ein anderer und sagte: »Auch du bist einer von ihnen.« Petrus aber sagte: »Mann, ich bin's nicht.« 59Ungefähr nach einer Stunde versicherte ein anderer: »In Wahrheit: auch dieser war mit ihm, denn er ist ein Galiläer.« 60Petrus aber sagte: »Mann, ich weiß nicht, was du meinst.« Und während er noch sprach, krähte ein Hahn. 61Und der °Befreier wandte sich um und blickte Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an die Rede °mit großer Autorität, wie er zu ihm gesagt hatte: »Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.« 62Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
12Auch Jesus hat daher außerhalb des Tores gelitten, um durch sein eigenes Blut das °Volk Israel zu heiligen. 13Somit lasst uns zu ihm vor das Zeltlager ziehen und seine Schande mit ihm tragen. 14Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern streben nach der zukünftigen.
19Es verabscheuen mich die Männer meines Vertrauenskreises;
die ich geliebt habe, sind vor mir ganz umgewandelt.
20An meiner Haut und meinem °Fleisch kleben meine Knochen
und ich bin entronnen mit der Haut meiner Zähne.
21Erbarmt euch meiner, erbarmt euch meiner, ihr meine Freunde,
denn die Hand Gottes ist es, die mich getroffen hat!
22Warum verfolgt ihr mich so wie Gott
und werdet von meinem °Fleisch nicht satt?!
23Wer gäbe es doch – und meine Worte würden aufgeschrieben.
Wer gäbe es in der Schrift(456) – und sie würden eingeprägt,
24mit eisernem Griffel und Blei,
auf Dauer in Felsen würden sie eingehauen!?
25Ich weiß es: Es lebt, wer mich auslöst,
und °erhebt sich zuletzt auf dem Staub.
26Nachdem meine Haut so geschunden ist
– aus meinem bloßen °Fleisch werde ich °Gott sehen,
27ich bin es, der ich Gott für mich sehen werde,
mit meinen Augen werde ich sehen – und nicht als Fremder:
es verzehren sich danach die Nieren in meinem Leibe.
35Jakobus und Johannes, die °Söhne des Zebedäus, traten zu Jesus und sprachen ihn an: »Lehrer, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.« 36Er antwortete: »Was soll ich denn für euch tun?« 37Sie sagten zu ihm: »Gewähre uns, dass wir in deinem °Glanz rechts und links neben dir sitzen.« 38Jesus entgegnete: »Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Habt ihr die Kraft, den Kelch zu trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe °getauft zu werden, mit der ich getauft werde?« 39Sie antworteten: »Wir haben die Kraft dazu.« Da sagte Jesus zu ihnen: »Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und ihr werdet mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde. 40Aber über das Sitzen an meiner rechten oder linken Seite habe ich nicht zu entscheiden, sondern darüber entscheidet Gott.« 41Als die zehn anderen das hörten, wurden sie zornig auf Jakobus und Johannes. 42Da rief Jesus sie zu sich und sagte zu ihnen: »Ihr wisst doch: Die als Herrscherinnen und Herrscher über die °Völker gelten, herrschen mit Gewalt über sie, und ihre Anführer missbrauchen ihre Amtsgewalt gegen sie. 43Bei euch soll das nicht so sein! Im Gegenteil: Wer bei euch hoch angesehen und mächtig sein will, soll euch °dienen, 44und wer an erster Stelle stehen will, soll allen wie ein °Sklave oder eine Sklavin zu Diensten stehen. 45Denn der °Mensch ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und das eigene °Leben als Lösegeld für alle zu geben.«
1Jeder menschliche Hohepriester wird zum Dienst für die Menschen als Anwalt vor Gott eingesetzt, damit er wegen der °Toraübertretungen Gaben und °Schlachtopfer darbringt. 2Er kann mitfühlen mit den Unwissenden und in die Irre Geführten, weil er auch selber schwach sein kann. 3Wegen dieser Schwachheit muss er für sich selbst wie für das °Volk Israel die °Entfernung der Menschen von Gott durch Opfer verringern. 4Da niemand sich selbst ein Ehrenamt gibt, sondern von Gott berufen wird, wie es auch bei Aaron war, 5so hat sich auch der °Messias nicht selbst für würdig gehalten, Hoherpriester zu werden. Gott hat aber zu ihm gesagt: »Du bist mein °Kind, ich habe dich heute geboren.« 6Außerdem sagte Gott auch anderswo in der Schrift: »Du bist für immer ein Priester wie Melchisedek.«
7Jesus flehte und betete, unter lautem Schreien und mit Tränen, in seiner °Lebenszeit zur Ewigen, die fähig ist, ihn aus dem Tod zu retten. Aufgrund seiner Ehrfurcht vor Gott wurde Jesus erhört. 8Obgleich er °Sohn war, lernte er aus dem, was er erlitt, den Gehorsam. 9Als er vollkommen war, wurde er für alle, die auf ihn hören, Urheber der °ewigen Rettung; 10er, der von °Gott als Hoherpriester wie Melchisedek ausgerufen worden war.
1Es ereignete sich nach diesen °Begebenheiten: Die °Gottheit prüfte Abraham und sprach zu ihm: »Abraham!« Er sagte: »Hier bin ich.« 2Sie sprach: »Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den, den du liebst, den Isaak, und geh los in das Land Morija und führe ihn dort hinauf für ein °Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde.« 3Da machte sich Abraham früh am Morgen auf, sattelte seinen Esel, nahm seine zwei Burschen mit sich und Isaak, seinen Sohn. Er spaltete Holzscheite für das Brandopfer, machte sich auf und ging zu dem Ort, den ihm die Gottheit gesagt hatte. 4Am dritten Tag hob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne. 5Da sprach Abraham zu seinen Burschen: »Lasst ihr euch hier mit dem Esel nieder, ich aber und der Bursche da wollen dort hingehen, uns anbetend niederwerfen und dann zu euch zurückkehren.« 6Da nahm Abraham die Holzstücke des Brandopfers und gab sie seinem Sohn Isaak zu tragen, in seine Hand nahm er das Feuer und das Messer. So gingen die beiden zusammen. 7Da sprach Isaak zu Abraham, seinem Vater, und sagte: »Mein Vater!« Der sagte: »Sieh mich an, mein Sohn.« Und der sprach: »Sieh da, das Feuer und die Holzstücke. Doch wo ist das Tier für ein Brandopfer?« 8Da sprach Abraham: »°Gott wird sich das Schaf zum Brandopfer ausgucken, mein Sohn.« So gingen die beiden zusammen. 9Und sie erreichten den Ort, den ihm die Gottheit gesagt hatte. Abraham baute dort den Altar auf, legte die Holzstücke ordentlich darauf, band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf die Holzstücke. 10Dann streckte Abraham seine Hand aus und ergriff das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 11Doch Adonajs(18) °Engel rief ihn vom Himmel her an und sagte: »Abraham, Abraham!« Der sagte: »Hier bin ich.« 12»Strecke deine Hand nicht aus gegen den Burschen und tu ihm nicht das Geringste an. Ja, jetzt weiß ich, dass du einer bist, der Gott °fürchtet, denn du hast deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten.« 13Da hob Abraham seine Augen, schaute hin, und siehe: ein Widder, hinten, verfangen im Gestrüpp mit seinen Hörnern. Da ging Abraham hin, nahm den Widder und ließ ihn als °Brandopfer aufsteigen anstelle seines Sohnes. 14Abraham gab dem Ort den Namen: › Adonaj sieht‹; doch heute wird gesagt »Auf dem Berg Adonajs wird gesehen.«
15Da rief Adonajs Engel den Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her an: 16»Bei mir selbst habe ich geschworen, – Spruch Adonajs – weil du das getan und deinen einzigen Sohn nicht geschont hast, 17deshalb will ich dich über die Maßen segnen und deine Nachkommen über die Maßen vermehren – zahlreich wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Ufer des Meeres. Und deine Nachkommen werden die Tore ihrer Feinde einnehmen. 18Und es werden sich mit Verweis auf deine Nachkommen alle °Völker der Erde Segen zusprechen(↑11), weil du auf meine Stimme gehört hast.« 19Dann kehrte Abraham zu seinen Burschen zurück, sie machten sich auf und gingen zusammen nach Beërscheba, und Abraham blieb in Beërscheba.








